Beiträge von sturmvogel

    Liebe Anne,


    Dein Ärger ist mehr als verständlich, bringt Dich jedoch nicht wieder zum Lächeln.

    Sieh' es einmal von dieser Seite: Du hast es mit Deinem Kind UND böse misshandeltem Landy bis nach Hause geschafft. Dafür sei dem Schicksal, dem "Großen Geist" oder wie auch immer Du es nennen magst ordentlich gedankt. Dein Landy hat es trotz aller Leiden geschafft, euch nach Hause zu bringen, auch dafür gebührt ihm eine kleine Streicheleinheit über den Kotflügel.

    Wer einen Landy sein Eigen nennt, wird diese Situationen kennen: mal liebt man ihn, mal möchte man am liebsten mit dem Hammer drauf schlagen ("changingbath of feelings" würde der Lateiner dazu sagen :winking_face: ) Und wer ihn liebt, hat diese besondere Leidensfähigkeit, die für ein Zusammenleben mit den Ergebnissen britannischer Ingenieurskunst von elementarer Bedeutung ist.

    Also: keep calm and rover on :winking_face:

    Mein Lenkgetriebe war eine Zeitlang ölfeucht, es gab schonmal kleine Tropfen darunter, wenn das Fahrzeug über Nacht abgestellt war.


    Auf die Gefahr hin, nun gesteinigt oder zumindest mit Pferdeäpfeln beworfen zu werden:

    ich habe auf Anraten eines "erfahrenen Dritten" seinen Tipp ausprobiert und eine entsprechende Menge vom Zauberzeugs "Lecwec" in den Behälter des Hydrauliköls gekippt.

    Ergebnis: das zwischenzeitlich von außen gereinigte Lenkgetriebe blieb trocken und die kleinen Ölflecken darunter blieben aus.


    So ist es seit mindestens 5000km geblieben und es ist noch immer trocken (von außen :winking_face: )

    Kleines Update in Sachen Feldversuch HVO100 im TD5:


    habe jetzt zwei komplette Tankfüllungen verfahren, nachdem ich zuvor schon regelmäßig V-Power und ARAL Ultimate getankt hatte.

    Wollte mindestens eine weitere komplette Tankfüllung HVO100 nutzen, bevor ich einen Vergleich ziehe, leider ist das Zeugs wirklich nicht einfach zu bekommen...


    erstes Fazit nach zwei Tankfüllungen:


    HVO100 riecht nicht, es raucht deutlich weniger als mit fossilem Treibstoff. Nageln im Kaltlauf deutlich geringer. Motor läuft im warmen Zustand sehr kultiviert, nicht mehr ganz so rau und bei Geschwindigkeiten zwischen etwa 100 und 120 km/h (laut Tacho) ist sehr geschmeidiger und leiserer Motorlauf feststellbar.

    Verbrauch zu bisherigem Kraftstoff in etwa gleichbleibend zwischen 11 und 12 Litern/100km.


    Subjektiver Nachteil:

    die Beschleunigung aus dem Stand bzw. unteren Geschwindigkeiten gefühlt ein Tick behäbiger als mit bisherigem Kraftstoff.

    Faktischer Nachteil:

    der bisherige Preis...

    ...Wie war das nochmal mit dem Geisterfahrer ? :facepalm:

    Das ist leider wahr. Aber deshalb den Kopf in den Sand stecken und "das tun, was alle tun"?

    Genau DAS sollte ja jeder für sich entscheiden. Vielleicht bin ich da zu naiv, aber ich glaube, dass auf lange Sicht nur ein gerüttelt Maß an Fairness und Gleichberechtigung den Welthandel am Leben hält. Allerdings befürchte aus genau den von Dir genannten Gründen, dass Europa bald ganz nach der Pfeife Chinas tanzt, weil die "Volksrepublik" hier Dank ihrer dann geschaffenen Machtposition ihre "Interessen" vorgeben kann.

    Aber daran werde ich nichts ändern mit meiner persönlichen Einstellung. Mir bleibt dann immerhin der Trost, mich, wo irgend möglich, nicht beteiligt zu haben :winking_face:

    ...Die Argumentation von Arlo erfordert Basics in Sachen Biologie, um es zu erkennen. Das gesamte Leben auf diesem Planeten ist Kohlenstoff basiert, daher ist Kohlendioxyd das Grundnahrungsmittel allen Lebens...

    Unbestritten.

    Es geht hier aber doch um die Menge!?


    Auch wenn Wikipedia offiziell "nicht zitierfähig" ist, so ist hier doch mit Quellennachweis belegt, welche Probleme aktuell durch "zu viel CO2" bestehen:


    CO2-Abscheidung und -Speicherung – Wikipedia


    Oder bin ich da völlig blind?

    Samma, wie bist du denn drauf? Marktwirtschaft ist nicht so dein Ding? Oder nur wenn Kanonenboote am Juangtsejang dümpeln?

    Du musst meine Worte schon "richtig" lesen:

    ich habe nichts gegen Marktwirtschaft. Aber einigermaßen "fair" sollten die Abwicklungen schon sein, damit alle Seiten davon partizipieren. Und wenn eine Seite mit aggressiver Politik (Außen- wie Innenpolitik) eigene Vorteile erzwingt oder zumindest erkauft, sich nicht an Regeln der Weltwirtschaft hält, deren Einhaltung nicht überprüfen lässt und damit ganz offensichtlich den Markt zu dominieren versucht, dann habe ich etwas gegen diese Form der Marktwirtschaft. Allerdings gehören zu solchem Verhalten immer zwei Parteien: und wenn (in diesem Fall) der Westen sich auf solche Geschäfte einlässt, bei Problemen und öffentlichen Affronts lieber betreten wegschaut, seine Wirtschaft, Know How und Innovationskraft leichtfertig an China verkauft in der irren Hoffnung, damit irgendetwas "positives" zu erreichen, um dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit von China "Ohrfeigen" zu bekommen, dann habe ich auch dagegen eine ablehnende Meinung.

    Aber wie gesagt: ich will niemanden bekehren oder überzeugen. Das muss Jeder mit sich ausmachen. Und wenn er dann zu dem Ergebnis kommt, dass er Ware aus China kaufen möchte, dann ist das okay.

    "Volksrepublik China" klingt ähnlich schön wie "Deutsche Demokratische Republik". Inzwischen wissen wir, dass "die freie Welt" ihr Ziel verfehlt hat, solch eine "Volksrepublik" respektive deren Bevölkerung allein durch steten Handel und Teilen von Technik zur Freiheit zu verhelfen.

    Stattdessen durften wir erfahren, wie in "schwierigen Zeiten" wichtige Waren plötzlich Mangelware wurden und wie stark sich der Westen abhängig gemacht hat von einer immer aggressiver auftretenden "Volksrepublik". Aber wir glauben immer noch an das Gute...

    Wer behauptet denn, dass das was wir machen, für die Umwelt unverträglich sei?

    CO2 ist Nahrung für diejenigen, die Photosynthese betreiben!...

    Nun, ich bin kein Fachmann und deshalb lese ich durchaus interessiert Berichte von eben welchen Fachleuten, Wissenschaftlern und anderen schlauen Menschen.

    Ich habe noch nirgendwo davon gelesen, dass das mit den von Menschenhand produzierten Schadstoffen und deren Belastung für die Umwelt "alles Quatsch" sei.

    Auch geht es nicht um grundsätzliche Verträglichkeiten von CO2 und co. Es geht vielmehr um die Menge der Schadstoffe einerseits und die Schwierigkeit der Natur, diese Menge an Schadstoffen (nicht nur CO2) zu kompensieren. Alles in Maßen wäre vermutlich völlig belanglos.

    Warum liest man keine Gegendarstellung dazu von diesen Fachleuten, Wissenschaftlern? Sind diese Wissenschaftler alle "gekauft" oder werden deren Ansichten unterdrückt? Gibt es ein dunkles Kartell der Meinungsmacher, sind auch sie nur "nützliche Idioten" oder waren die gemeinsam mit mir immer Kreide holen?

    Vielleicht hast Du ja seriöse Quellen, ich wäre wirklich interessiert.

    ...Jetzt wo's für die Chinesen gut läuft jammern alle rum und wollen strafzölle usw...

    Mich persönlich stören die Umstände, warum es "bei den Chinesen so gut läuft": dazu gehört unverblümtes Kopieren westlicher Technik und Design, staatliche Subventionierung eigener Produkte, Einschränkung von Arbeitnehmerrechten, Verzicht auf Umweltschutz und aggressiver Kampf um Rohstoffe (siehe Afrika in Bezug auf Rohstoffe, Bau der Seidenstraße unter Ausnutzung wirtschaftlich schwacher oder autokratisch geführter Staaten).

    Natürlich gehört auf der anderen Seite ein weitgehend naiver Westen mit Hang zu eigener Gewinnmaximierung dazu. Klar kann man so "günstig produzieren" und den Westen mit dort begehrten Waren überfluten. Kann man dann kaufen, weil es so schön billig ist im Vergleich zu westlichen Produkten. Keiner fragt nach den Umständen, nach Herkunft der Rohstoffe oder Arbeitnehmerrechten. Geschweige denn nach den wirklichen Zielen der politischen Führung Chinas. Ja, auch der Westen macht mitunter unschöne Dinge, aber ich glaube, dass dieser Westen die Zeichen der Zeit insgesamt inzwischen mehr oder weniger erkannt hat, während China (nicht ganz Asien!), Russland, die USA und inzwischen offensichtlich auch Indien die Wirtschaft und damit die eigene Gewinne definitiv über alles Andere stellen. Gleichzeitig verlangt der westliche Bürger nach möglichst wenig Arbeitszeit bei höchstmöglichem Lohn und wundert sich, dass westliche Waren (auch deshalb) teurer produziert und verkauft werden müssen...

    Aber das ist nur meine höchstpersönliche und völlig unmaßgebliche Meinung zum Thema. Ich möchte damit niemanden "bekehren".

    Deshalb vermeide ich den Konsum chinesischer Waren

    ...wenn das stimmt, mein Vertrauen in die Welt ist komplett zerstört...

    money rules the world...


    Ich finde, wir sollten dennoch nicht aufhören, nach umweltverträglichen (und realistischen) Alternativen zu suchen. Rückschläge und Ohrfeigen wird es immer geben, aber am Ende gewinnen wir :winking_face:

    Früher haben sich die Entenfahrer gegrüßt. Und die Landy Serie-Fahrer. Die 90ty und One10 wurden von den Serie-Fahrern nachsichtig ebenfalls gegrüßt :winking_face:

    Heute grüßen auch ab und zu Fahrer von Toyota, Nissan und co mit entsprechendem Offroad/Outdoor Equipment, wenn ich ihnen begegne. Dann grüße ich freundlich zurück.

    Einen New Defender Fahrer habe ich neulich auf der Autobahn ignoriert, als er mich überholt hat und kurz mit dem Warnblinklicht gegrüßt hat. Habe mich über meine Ignoranz dann doch selbst geärgert... Einen New Defender sehe ich in der gleichen Reihe wie alle Versionen von Range Rover und Discovery: erstens nehmen deren Fahrer einen "abgeranzten" Defender gar nicht wahr und zweitens wäre das sklavische Grüßen dieser Vehikel so ähnlich, als ob der 2CV Entenfahrer die Fahrer aller anderen Citroen-Modelle grüßen müsste.


    Meine leidliche Erfahrung ist: ähnlich wie beim Moppetfahren ist das klassische Grüßen des Gleichgesinnten zu einer Pseudo-Floskel verkommen...

    unfassbar...


    Es bestätigt meine These, dass

    a. die Europäer mit ihrer Naivität der Büttel der Welt (und insbesondere der Chinesen) sind

    b. wir als "Verbraucher" (ich finde das eine schreckliche Bezeichnung für Bürger) von ALLEN verarscht werden

    c. die EU als auch die nationalen Regierungen lieber Geschäfte um jeden Preis mit den Chinesen machen als sich als eigenständige und unabhängige Global Player etablieren

    d. wir uns auch noch wie kleine Kinder freuen, wen wir den Chinesen jetzt auch noch jeden Scheiß abkaufen, weil es ja so schön billig ist (Autos, Handys etc.)


    Bleibt die Frage für jeden Einzelnen: was tun?

    das einfachste/preiswerteste wäre wohl der Versuch mit dem Luft ablassen. In der Garage kannst Du ja die Räder demontieren und den Schlitten aufbocken: Hölzer oder Böcke. Je nachdem, was das Garagendach so hergibt...

    Ist zwar etwas aufwändiger, aber machbar.

    Verwirrung allerorten...


    Habe gerade mal bei der Hotline von oelluxx.24 angerufen:

    Der Klima-Diesel (HVO100) werde ausschließlich aus Abfallstoffen hergestellt, also auch aus verbrauchtem Palmöl. Ob und wenn ja, in welcher Form ein Ausbleiben solcher Palmöl-Abfallstoffe Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Klima-Diesel haben könnte, konnte der gute Mann am Telefon nicht sagen. Er verwies aber auch darauf, dass der Klima-Diesel aufgrund seiner Zusammensetzung niemals den klassischen Diesel komplett verdrängen/ersetzen kann. Dazu reichen die Kapazitäten garnicht. Es bleibt also ein Alternativprodukt je nach Verfügbarkeit für diejenigen, die diesen Kraftstoff tanken möchten.