Moin,
in meinem Vorstellung-Tread wurde ich gebeten, über unseren Innenausbau zu berichten. Ich habe viel hier und anderswo recherchiert und gelesen und möchte daher gern was zurückgeben.
Motivation und Idee:
Wir sind in den letzten Jahren zu Island-Freunden geworden. Ursprünglich wollten wir nur 2022 einmal für 4 Wochen nach Island ins Hochland reisen. Es war klar, dass wir dazu Flüsse furten müssen. Mietwagen, mit denen das erlaubt ist, kosteten ab 7.000EUR für die Zeit. Daher war die Idee, dass wir uns dann auch gleich selbst einen Geländewagen kaufen können. Weil es ein echter Geländewagen und noch dazu unglaublich preiswert ist, haben wir 2021 einen Lada Niva als 5-Türer gekauft. Über den Winter haben wir ihn so ausgebaut, dass er mit Liegefläche, Kühlbox (die sehr flache Kompressor-Kühlbox "Mobicool MCG15") und viel Stauraum versehen ist. Per Solarpanel wird ganztägig die Powerbox geladen (im Sommer wird es in Island nicht dunkel). Und zum Sitzen, Kochen, Umziehen etc. dient ein Zelt (Obelink Trinity), das über eine Kederschiene an der rechten Seite angedockt wird. Zum Schlafen kann man direkt vom Zelt in die hintere Tür ins Auto klettern.
Teils haben wir in festen Unterkünften übernachtet (nicht schlecht bei tagelangem Regen), teils campiert. Gerade im Hochland gibt es praktisch keine festen Unterkünfte (und wenn, sind die irre teuer). Normalerweise haben wir das Seitenzelt genutzt. Hier können Tisch und Stühle gut stehen; man kann auch bei Regen kochen und ist vor normalem Wind geschützt. Falls kein starker Wind herrscht, kann man das Auto für einen Ausflug vom stehenden Seitenzelt ab- und wieder andocken. Und schlafen tut man im Auto extrem gut, auch bei Sturm und Unwetter. Die Karosserie dämpft die Außengeräusche ausgesprochen gut. Mit Belüftungseinsätzen an den Fenstern wird ein Beschlagen im Inneren verhindert.
Uns hat es so gut in Island gefallen, dass wir in den nächsten Jahren gleich noch einmal dahin fahren "mussten". Und im letzen Jahren haben wir resümiert, dass das wohl auch so bleiben wird und sich daher die Anschaffung eines größeren Autos lohnen könnte. Das sollte robuster sein (beim Lada sind leider die hinteren Radlager unterdimensioniert) und weniger Nervenkitzel beim Furten verursachen. Außerdem war es problematisch, wenn wir wegen Sturms im Hochland das Zelt nicht nutzen können. Dann war es wirklich eng im Auto, weil wir kein Gepäck ins Zelt auslagern konnten, von vernünftigen Sitz- und Essmöglichkeiten ganz zu schweigen.
Unser Defender
Ende letzten Jahres konnten wir mit großem Glück einen sehr gepflegten TD4 BJ 2014 vom Erstbesitzer kaufen. Den müssen wir nun technisch Islandtauglich machen und einen Innenausbau nach unseren Vorstellungen umsetzen.
Ziel ist, im Normalfalls weiterhin das Seitenzelt zu benutzen. Wir haben erst spät gemerkt, dass es vom Trinity-Zelt eine "Heavy Duty"-Ausführung gab, bei der der Zeltstoff robuster ist und mehr Wassersäule verträgt. Ein gut erhaltenes Modell konnten wir gebraucht kaufen, leider gibt es das Zelt in der Ausführung nicht mehr.
Wir haben mal einen Testaufbau des Zeltes vorgenommen und geschaut, ob es passt:
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