VTG Ausgangswelle krum

  • moin zusammen,

    gestern habe ich beim 130er td4 eines freundes die hintere kardanwelle ausgebaut weil ein kreuzgelenk ( achsseitig) spiel hat.

    dabei ist mir aufgefallen, dass die handbremstrommel irgendwie "krumm" war...d.h. der spalt an der trommel zur ankerplatte hin war nicht parallel. dachte erst die ankerplatte wäre das problem, nein die trommel.... also trommel runter, flansch gedreht, eindeutig zu sehen war dass der flansch zum ausgang des getriebegehäuses betrachtet ebenfalls eiert.... also den relativ neuen flansch runter, die mutter mit sw 30 wieder von hand drauf und die ausgangswelle ( vtg auf neutral) von hand gedreht. ohne messuhr konnte ich schon sehen dass die welle eiert und die ausgangswelle lässt sich nicht homogen drehen...

    wie kommt so etwas?? auto war gerade beim der HU...kann so etwas passieren falls der prüfer die handbremse im fahrbetrieb betätigt??? oder hat sonst wer eine idee??

    welche vtg können stattdessen verwendet werden? ratio ist 1:1,211.

    dankende grüsse fraenk

  • Die Ausgangswelle des Td4 hat eine kürzere Verzahnung zur Aufnahme des hinteren Kardanflansches.


    Links im Bild die Td4 Ausführung, rechts die vorher verbaute Welle.


    45055952po.jpg


    Während des Betriebes kann sich aufgrund der Drehrichtung die Klemmung zwischen M20 (SW30) Mutter und Kardanflansch lockern oder lösen, dann taumelt der Flansch auf der Wellenverzahnung und Getriebeöl tritt entlangt der Verzahnung aus.

    Wenn du die Mutter nicht wieder fest angezogen hast. taumelt der Flansch natürlich auf der Verzahnung.


    Ich sichere daher die Mutter zusätzlich mit mittelfester Schraubensicherung.

    Bei den LT230 aus einem Td4 tausche ich die hintere Abtriebwelle gegen eine gebrauchte alte oder die HD Ausführung von Ashcroft.

  • Kommt schonmal vor,wenn das Getriebe vom Stapler fällt.

    Die Welle lässt sich von außen tauschen.

    Simmering raus

    Sprengring raus

    Gleithammer auf das Gewinde und raus damit,sammt Lager.

    Zur Not tuts auch eine Ringmutter und ein Spanngurt.

    Beim einfügen Gehäuse mit dem Fön leicht erhitzen.

    Falls da ein Lager mit erhöhter Luft verbaut ist,

    gegen ein Standart tauschen.

    Wir machen es so,dass es passt.


    www.x-offroad.de

  • moin,


    alles war ordnungsgemäss fest an der abtriebsflansch seite.

    wir reden von 30 gefahrenen kilometern zwischen noch nicht krum( ich habe die Handbremse tüv konform eingestellt) und krum :smiling_face: ( kardanwelle ausbauen)


    was da passiert ist....keine ahnung

    auf jeden fall ist das auto nicht vom stapler gefallen :winking_face:

  • moin zusammen,


    nein,

    die untere welleneinheit ist fest. das war ja meine vermutung, aber war nicht so.

    ende januar kommt ein neues rein... bis dahin hab ich erst mal die brocken wieder zusammengebaut, damit ich das auto noch auf dem hof hn und her fahren kann...

    gruß fraenk

  • Zwei Auffälligkeiten, die jedoch nichts miteinender gemein haben müssen:


    1. Die krumme Ausgangswelle

    So etwas hatte ich noch nicht gesehen.

    Da das Getriebe vorher an der Stelle unauffällig war, diese Auffälligkeit erst nach der HU vermerkt wurde, lässt das für mich eine Torsion und Durchbiegung der Welle vermuten, die durch das spontane Betätigen der Feststellbremse erfolgte.

    Begründung: Wenn der hintere Antriebstrang blockiert, lastet bedingt durch die weiterhin antreibenden (weil geschobenen) vorderen Räder, ein hohes Drehmoment auf den Wellen des Differentials.


    2. Das deutlich sichtbare Axialspiel der Vorgelegelagerung

    Da zwischen den Innenringen der Kegellager seit dem Td5 eine feste Distanzbuchse verbaut wird, deutet dieser Schaden auf einen unsachgemäßen Zusammenbau nach einem O-Ring Wechsel am Steckachsenkopf hin.

    Frank hatte mir bestätigt, dass die Mutter der Steckachse nicht fest angezogen war.

    Da fehlte wahrscheinlich eine komplette Umdrehung an der Mutter (Steigung ist 2,5mm) um das zu beheben, bzw. in den vorherigen Zustand zu versetzen.