R380 mit typischen Gebrauchsspuren

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    • Zahnstein und andere Geräusche

      Es kommt manchmal vor, dass es vom Getriebe eine Rückmeldung als unüberhörbares Rrrrrrrrrrrrrrr gibt. Ungern auch in länger.
      Es sind nicht die Verzahnungen der immer miteinander kämmenden Zähne für das Geräusch verantwortlich, sondern die Verzahnungen des jeweilig beteiligten Schaltrings mit der seltsam hinterschliffenen Verzahnung des Gangrads!

      Links abgebildet ein zwar benutztes aber brauchbares Rückwärtsgangrad. Rechts kann man das Rrrrrrrrr noch hören sehen!



      Ein Fall für die Zahnfee:



      Hier der geringere Verschleiß:



      Beim LT77 wird das Rücklaufrad einfach so ins Getriebe geschleudert; also ohne Synchroneinrichtung.

      Warum wurde dieses Prinzip nicht beiebehalten? ?(
    • Verschlimmbessern kann ich auch! :thumbsup:
      Zunächst wurde dafür ein R380 Hauptgehäuse kurz hinter der Stirnwand geteilt.



      Die Stirnwand zusammen mit dem Lagerschild und den äußeren Kegelrollenlagerringen ergeben dann diese Konstellation in der Montagehilfe:



      In der Montageposition wird die Anwendung natürlich so benutzt:



      Eingangswelle einfügen, ...



      ... gefolgt von der Hauptwelle, ...



      ... und nachfolgend der Vorgelegewelle, ...



      wird das seitliche Einschieben der Schaltstange mit den Schaltgabeln zum Kinderspiel, ...



      ... Dank der seitlichen Nut in die ehemalige Passbohrung der Schaltstangenaufnahme.



      Danach kann wie gewohnt die Zwischenplatte montiert werden!
      Sinn und Zweck der Änderung:

      Lageabweichungen der Parallelität zwischen ehemaligem Hilfsmittel und Zwischenplatte sind ausgeglichen.
      Diese Anwendung lässt sich sowohl für das LT77 als auch für die R380 Suffix J und K/L anwenden.
    • Rückwärtsgang und 5. Gang sind ohne Kraftfluss

      Ein R380, dass hinter einem 300tdi in einem 130er werkelte, zickt.



      Sämtliche Gänge lassen sich schalten. Die Gänge 1 bis 4 übertragen das Drehmoment.
      5. Gang und Rückwärtsgang sind ohne Vortrieb.

      Äußerliche Fehler:
      1. Verschleiß am Keilwellenprofil der Hauptwelle



      2. Relativ großes Radialspiel an der Eingangswelle



      Das Altöl war tiefschwarz.



      Reichlich magnetisierbarer Abrieb an der Ablassschraube.



      Innerhalb der Getriebeverlängerung:



      Auffälligkeiten: Ölsaugrohr steckt im Filter fest, jedoch nicht im Gehäuse, starker Abrieb an den Innenringen der Zylinderrollenlager.





      Ausgeprägte Ablagerungen im Verlängerungsgehäuse:





      Das Zylinderrollenlager der Vorgelegewelle hat im zusammen gebauten Zustand ca. 1mm Radialspiel!



      Dadurch wurde die Welle im Bereich der Getriebeverlängerung einer Wechselbiegebanspruchung ausgesetzt, die schließlich zum Bruch der Welle führte.







      Die Synchronverzahnung des Rückwärtsgangs hat es hinter sich.





      Reichlich zu viel Dichtmasse im Stirnflansch!



      Hier soll eigentlich das Öl vom Lager der Hauptwelle zum Lager der Vorgelegewelle laufen können. Durch Schwerkraft.



      Auch im Hauptgehäuse reichlich viel Ablagerungen:





      Lager der Eingangswelle:



      Vorgelegewellen: Suffix K bzw. L links, rechts die defekte Welle Suffix J



      Auffällig ist der größere Querschnitt der linken Welle. Die Passdurchmesser der Lagerinnendurchmesser sind jedoch gleich, genauso wie die Module und Zähnezahlen.
      Unterschiedlich sind die Gewindelängen und die Freistichdurchmesser.







      Ist es möglich die Vorgelegewelle Suffix K/L im Gehäuse Suffix J zu verbauen?
    • Eck hat doch einen 300 Tdi als ROW Ausführung. Dort steht auf dem Getriebegehäuse 56A. xxxxxxx L.
      Dort gehören die Lager Td5 Getriebeausführung hinein, weil das Hauptgehäuse vorn und im Stirndeckel für jeweils ein größeres Lager der Eingangswelle und hinten im Zwischenflansch der Vorgelegewelle ausgelegt ist.
      Die Befestigung und die innere Kontur des Rades auf der Vorgelegewelle des 5. Gangs differiert etwas beim Suffix K/L von der des Suffix J.

      Einzig die Länge zwischen den Schultern der Lageraufnahmen können zu Unstimmigkeiten führen.
      Das reicht denn aber auch schon. Also für eine Nichtaustauschbarkeit.

      Ich werde es probieren.
    • Vorgelegewellenanprobe

      In der Montagehilfe ist jetzt der Lagerschild vom Suffix J mit den entsprechenden Laufringen der Eingangs- und Vorgelegewelle montiert.



      Sowohl die Vorgelegewelle Suffix K/L ...



      ... als auch die Welle Suffix J, jeweils mit den Kegelrollenlagern Suffix J vormontiert, sind montierbar!



      Unterschiede der Wellenenden und der Befestigung durch die Feingewindemutter am Rad des 5. Gangs:

      Suffix K/L


      Suffix J


      Suffix K/L




      Suffix J


      Die Mutter wird mit 280Nm angezogen und klemmt dadurch das Rad des Rückwärtsgangs auf der Verzahnung der Vorgelegewelle gegen den Innenring des hinteren Kegelrollenlagers. Bei der Ausführung Suffix K/L wir die Mutter mit 350Nm angezogen.

      Leider ergibt sich hier ein Problem:
      Die Lager an dieser Stelle sind zwar vom Innendurchmesser her gleich groß, jedoch unterscheiden diese sich im Außendurchmesser und in der Lagerbreite.









      Der größere Außendurchmesser wird durch die Verwendung der Zwischenplatte Suffix J kompensiert, die unterschiedliche Lagerhöhe um ca. 3mm jedoch nicht!
      Der innere Laufring wird dadurch nicht geklemmt! Dort muss ein Distanzring die fehlende Lagerbreite ersetzen.
      Dann passt auch die Höhe der Räder zueinander wieder.





      Ansonsten harmonieren beide Wellen ausgezeichnet mit der neu zusammengestellten Hauptwelle:













      Ich denke, es sollte mit einer Distanz funzen!
      Den Aufwand treibe ich aus zwei Gründen:
      Die Vorgelegewelle als Ersatzteil kostet soviel wie ein gebrauchtes R380.
      Da die Td5 Fahrer immer wieder gern hier tote Getriebe anliefern, habe ich die Welle über.
      Hauptwelle und Rückwärtsgangrad sind dagegen echt preiswert als Ersatzteil zu ordern.
      Es interessiert mich, ob so ein Austausch möglich ist.

      Die Einstichtiefe des Werkzeugauslaufs hinter dem Zahnprofil differiert übrigens um fast 0,5mm!!!
      Suffix J ist auf 22mm eigestochen.
      Suffix K/L auf etwas unter 23mm.
    • Passscheibe als Lagerbreitenersatz

      Eine 3mm dicke Passscheibe distanziert jetzt das Vorgelegerad des Rückwärtsgangs vom Innenring des zu schmalen Lagers.



      Durch diesen Längenausgleich stehen die Räder des 5. Gangs wieder auf gleichem Niveau.



      In dieser Zusammenstellung könnten die Komponenten also austauschbar sein.
    • Sieht nicht aus, als sei das so gewollt, stimmt.
      Jedoch, diese beiden Räder kämmen nicht miteinander!
      Vom links dargestellten Rad auf der Vorgelegewelle geht es zunächst auf das nicht sichtbare (weil noch nicht verbaute) Rücklaufrad, was wiederum höhentechnisch auf der Zwischenplatte ruht, um erst von diesem das Drehmoment an das große Rückwärtsgangrad auf der Hauptwelle zu übertragen.

      Danke für den Hinweis!
      Ich werde mir die Lageverhältnisse zu gegebener Zeit näher betrachten.
      Evtl. muss auch das Rücklaufrad etwas angehoben werden?

      Habe gerade meine Bilder durchforstet. Auch in der Suffix L/K Anordnung läuft das Rad auf der Vorgelegewelle nicht so hoch, wie nach meiner Verschlimmbesserung!



      Die Distanz gehört demnach zwischen die Räder des 5. Gangs und des Rückwärtsgangs auf der Vorgelegewelle!!! :thumbsup:
    • 2 gleichaltrige R380 in der Gegenüberstellung

      Beide R380 verarbeiteten das Antriebsdrehmoment jeweils eines Td5 Motors, haben ca. 200.000km ertragen, wurden 2002 verbaut, wurden wg. Geräuschentwicklung im 5. Gang ausgebaut und stammen aus Österreich.
      Bei dem ersten Getriebe fiel zunächst das deutliche Spiel der Eingangswelle auf.
      Gleiches gilt für die Vorgelegewelle.
      Die Geräusche jedoch dürften diesem Lagerschaden des Innenrings des Zylinderrollenlagers der Hauptwelle enstammen.
      Die Bestandteile des Getriebes sind wiederverwertbar.






      Bei dem zweiten Getriebe war die Lagerluft der Eingangswelle ok.

      Jedoch zeigten sich hier bei der Demontage des Sicherungsrings hinter der Schaltnabe 5./Rückwärtsgang erste Auffälligkeiten: Der wollte nicht aus der Wellennut

      Als dieser dann endlich losgeklopft war, wurde ein unsägliches Spiel zwischen den Verzahnungen der Welle und der Nabe deutlich!

      Die Mutter, die, mechanisch gesichert, mit 340Nm angezogen, für reichlich Vorspannkraft im verzahnten Schaft des Vorgelegewellenendes sorgen soll, war nicht wirklich fest!

      Dudurch konnte auch das Vorgelerad des 5.Gangs hier Schaden anrichten.

      Eigentlich überflüssig davon zu berichten, dass auch die Synchronverzahnung des Rückwärtsgangs unbrauchbar ist.


























      Für den Fall ist es ausgesprochen vorteilhaft, nicht sogleich die Flinte ins Korn geworfen zu haben. Also vorher, bei den anderen Leichen.





      Dann wird auch Stapelware irgendwann einmal fertig.