LT230 mit Gebrauchsspuren

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    • LT230 mit Gebrauchsspuren

      Moin,

      eine 43D Ausführung liegt auf dem Seziertisch. Übersetzung ist 1,410. Gussmarken weisen auf das Modelljahr 2004 hin. Laufleistung hinter einem 300tdi Motor ca. 170.000km.
      Rein äußerlich war kein übermäßiges Spiel spürbar. Der Gesamtwiderstand eingangsseitig gemessen lag bei 3,5Nm. Die Lagerung der Eingangswelle wies immer noch 0,5Nm Rollreibung auf. Die Vorspannung der Kegelrollenlager der Vorgelegewelle wurde um 0,03mm erhöht, sodass auch hier wieder die normale Lagerreibung ansteht.
      Ölaustritt war nur am Dichtring des Tachoritzels zu sehen.

      [img]http://up.picr.de/31750442af.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31750440hh.jpg[/img]

      Die böse Überraschung versteckte sich hinter der Revisionsöffnung der Sperre:

      [img]http://up.picr.de/31750438ej.jpg[/img]

      Irgendetwas muss hier seine Spuren hinterlassen haben! Nur war kein Fremdkörper in dem Gehäuseteil zu entdecken.

      [img]http://up.picr.de/31750439md.jpg[/img]

      Wie befürchtet hatten sich die Gleitlager hinter den Planetenrädern vollständig von ihrem angestammten Platz verabschiedet. Die gehärteten Planeten haben dann relativ leichtes Spiel mit dem Diffkorb.

      [img]http://up.picr.de/31750443sy.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31750444pt.jpg[/img]

      Zum Vergleich: Rechts im Bild ist eine neue ca. 1mm dicke Gleitscheibe, links daneben, die gefundenen Reststücke.

      [img]http://up.picr.de/31750522uh.jpg[/img]

      In den Taschenräumen des Gehäuses befanden sich breiige, bzw. gummiartige Absonderungen. Ich vermute, dass es sich hierbei um den nach innen eingedrungenen Überschuss an flüssiger Dichtmasse handelt?

      [img]http://up.picr.de/31750489qz.jpg[/img]

      Als heftig mitgenommen mag ich diese Stellen bezeichnen:

      [img]http://up.picr.de/31750447pn.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31750485ly.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31750486vr.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31750487lq.jpg[/img]

      Normalerweise sieht es an den Gleitflächen zwischen den Bauteilen so aus:

      [img]http://up.picr.de/31750445ow.jpg[/img]

      Meine Vermutung für dieses Schadenbild:

      Zwischen Schaltringnabenstirnseite und Planfläche des Geländegangrades fand eine Reibschweißverbindung statt, die sogleich wieder brach. Die Nabe trägt jedoch immer noch das aus dem Geländegangrad stammende Material.
      Zu vermuten ist zu geringes Axialspiel zwischen den Bauteilen.
      Ursache kann ein zu breites Rad oder ein zu kurzer Aufnahmezylinder an der Differentialwelle sein.
      Ich werde morgen mal messen gehen.

      In jedem Fall, ist das ein ganz besonders ausgeprägter Fall von gequirlter Scheiße! ;(
    • ja das sehe ich genau so .

      aber nur weil DU es sagst .

      Ansonsten verstehe ich Bahnhof und würde bei kaputten Getrieben beinfach bei dir anrufen 8o 8o 8o
      Teile meines Beitrages können ironische, sarkastische oder zynische Bemerkungen enthalten.
      Ich bin nicht verantwortlich für das was der Leser da hinein interpretiert ! ( Guido S aus D )

      ich hab leider keine Ahnung .[img]http://smiles.kolobok.us/standart/dntknw.gif[/img][img]http://smiles.kolobok.us/standart/dntknw.gif[/img]
      lieber Gruss, ulf
    • Das Ding ist ja nicht vollständig hinüber.
      Diese Reibschweißung gibt mir allerdings Rätsel auf.
      Also bislang.

      Kann man hier im Forum eigentlich eine virtuelle Kollekte für bedürftige Bitcoin Bittsteller einrichten, bitte?
      Ich meine, die für die Reparatur notwendigen Teile übersteigen leicht ein Getriebe von der Insel.

      Vielleicht legt der Betreiber des Getriebes jedoch in Zukunft früher die Sperre ein?
      Für die Reibschweißung ist für mich ganz sicher die Erstmontage des Getriebes verantwortlich!
    • Arlo schrieb:


      Für die Reibschweißung ist für mich ganz sicher die Erstmontage des Getriebes verantwortlich!
      genau . sehe ich genau s :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: o



      ( bitte nicht falsch verstehen . Ich finde diese Dokus total klasse . Verstehe abber nicht mal 3 % von dem Kram.)

      Schön , dass es dich gibt und dass ich weis was zu tun ist , wenn es laut im Auto wird .
      Teile meines Beitrages können ironische, sarkastische oder zynische Bemerkungen enthalten.
      Ich bin nicht verantwortlich für das was der Leser da hinein interpretiert ! ( Guido S aus D )

      ich hab leider keine Ahnung .[img]http://smiles.kolobok.us/standart/dntknw.gif[/img][img]http://smiles.kolobok.us/standart/dntknw.gif[/img]
      lieber Gruss, ulf
    • Arlo schrieb:

      Kann man hier im Forum eigentlich eine virtuelle Kollekte für bedürftige Bitcoin Bittsteller einrichten, bitte?Ich meine, die für die Reparatur notwendigen Teile übersteigen leicht ein Getriebe von der Insel.
      Moin,

      Bitcoins sind genauso überflüssig wie die Leuchtweitenregulierung. ;) Ich akzeptiere auch auch paypal Zahlungen an die im Forum hinterlegte Mailadresse...... :thumbsup:

      ....wie Ihr merkt, liegt da mein Getriebe auf dem OP Tisch. ;( Ich weiß nicht, was in der ersten 56 tsd Kilometern so passiert ist mit dem Auto. Fakt ist, dass ich eigentlich nie ins Gelände fahre und hinten sogar noch ein ATB verbaut ist. Eine schlammige Wiese mit ca. 30 Sekunden Fahrt ohne eingelegte Sperre hat offensichtlich gereicht um den Gleitscheiben den Rest zu geben.

      Deshalb: wer heutzutage einen alten Defender kauft, kann eigentlich direkt das Geld für beide Getrieberevisionen zurücklegen.

      Ich bin mal gespannt, was für Bilder Kurt uns hier noch so präsentiert... :) und hoffe, dass sich das dazugehörige R380 in einem besseren Zustand befindet.... :whistling:

      Gruß Eck
    • Arlo schrieb:

      Vielleicht legt der Betreiber des Getriebes jedoch in Zukunft früher die Sperre ein?
      Als ebenfalls fast Ahnungsloser habe ich bereits gelesen, dass man ohne Sperre im "losen" Gelände eben diese Scheiben "aufreibt". Ich habe mir das zu Herzen genommen und lege die Sperre, sobald es lose wird, direkt ein. Das würde aber bedeuten, dass die Sperre auch grundsätzlich eingelegt wird, wenn eine geschlossene Schneedecke vorliegt. Sobald dann aber wieder Asphalt kommt...Sperre raus. Das kann dann bedeuten, dass ich alle paar KM stehen bleibe um die Sperre rein oder raus zu machen?? Das wäre arg nervig... :| ?(
      ländliche Grüße 8o
      Norbert

      bevor ich mich uffresch, isses mir lieber egal 8)
    • Bau Dir ein Ashcroft-Mitteltorsen ein. Dann bist Du zukünftige Anlaufscheiben- und Diffkorbzerlegeszenarien los. Die haben keine Anlaufscheiben. Solange dann dein VTG gut geölt ist, alle Lager und Zahnräder in Ordnung sind (angefangener Fraß setzt sich fort) und das Gehäuse gebuchst ist, hast Du Ruhe.

      Gruß
      AWo
      [: ]o=o[ :] SOS - Save old Series [:o]===[o:]
      Fahrer von Arnes Fahrer Fahrer, bevor Arne Fahrer wurde.
      Ein kluger Mann sagte einmal: "Die Freiheit der Meinungsäußerung beinhaltet auch die freie Meinungsbildung. So lange ich mir noch keine Meinung gebildet habe oder bilden musste, unterliegt der andere einer gewissen Neutralität und geniesst somit auch einen gewissen Schutz, z. B. dass ich ihn einfach in Ruhe lasse, wenn er mir nicht passt."
    • Varesotto schrieb:

      Als ebenfalls fast Ahnungsloser habe ich bereits gelesen, dass man ohne Sperre im "losen" Gelände eben diese Scheiben "aufreibt"
      Ohne Torsen bin ich im Gelände immer mit Sperre gefahren. Nicht weil ich es muss, sondern um die kleinen Zahnräder im Diff zu schonen. Es sind die schwächsten Glieder. Die Lager reiben stärker aus und die Anlaufscheiben (Gleitlager) müssen mehr Druck aufnehmen. Je höher die Viskosität ist (ich fahre 80W-90) desto mehr kann das Öl ab, aber dennoch, es ist warm, ggf. sidn Verunreinigungen drin oder es wurde lange nicht mehr gewechselt (was es noch dünner und somit weniger druckstabil macht).

      Gruß
      AWo
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      Ein kluger Mann sagte einmal: "Die Freiheit der Meinungsäußerung beinhaltet auch die freie Meinungsbildung. So lange ich mir noch keine Meinung gebildet habe oder bilden musste, unterliegt der andere einer gewissen Neutralität und geniesst somit auch einen gewissen Schutz, z. B. dass ich ihn einfach in Ruhe lasse, wenn er mir nicht passt."
    • Viele Leute haben leider die falsche Vorstellung von der Diffsperre. Die denken, es wäre ein zusätzliches Feature und man würde es verschleissen, wenn man es einlegt.

      Dabei ist das Diff nur auf der Strasse nötig, wenn der Grip der Räder es unmöglich macht, dass Drehzahlunterschiede an den Rädern ausgeglichen werden. Sobald die Räder genügend Schlupf haben sollte die Sperre zur ENTLASTUNG des Diffs eingelegt werden, denn die Räder können Drehzahlunterschiede ja ausgleichen.
      Ich vermute mal, dass dies auch der Grund ist, warum die Anlaufscheiben im Diff recht schwindsüchtig ausgelegt sind. Sobald die Sperre eingelegt ist, sind die ja total entlastet, denn der Schlupf der Räder übernimmt den Drehzahlausgleich.

      Man legt die Sperre also nicht dann ein, wenn es NöTIG ist, sondern wenn es MöGLICH ist
    • Varesotto schrieb:

      ........ Sobald dann aber wieder Asphalt kommt...Sperre raus. Das kann dann bedeuten, dass ich alle paar KM stehen bleibe um die Sperre rein oder raus zu machen?? Das wäre arg nervig... :| ?(
      Nö, wenn ich mich nicht irre, kann man die Sperre einfach während der Fahrt einlegen und rauslegen :) .
      Das klappt bei meinem Autowagen jedenfalls völlig problemlos.

      Anhalten solltest Du jedoch, wenn Du die Untersetzung einlegen willst, bzw. wieder zurück in den normalen Fahrbetrieb schalten möchtest.
      Sonst würde das ordentlich rumpeln im Gebälk. :wacko: :facepalm:

      Viele Grüße
      Kai
      Mache nichts mit Software, was Du mit einem Bowdenzug machen kannst!!
    • Sigi_H schrieb:

      Viele Leute haben leider die falsche Vorstellung von der Diffsperre. Die denken, es wäre ein zusätzliches Feature und man würde es verschleissen, wenn man es einlegt.
      Den heutigen Kupplungsbasierten Sperren sei dank. Obwohl die schon extrem robust sind, für den integrierten Verschleiß. Wenn sie zu 100% schliessen geht es auch.

      Aber das GKN Twinster z.B., welches im Discovery Sport und 5 drin ist, ist von GKN mit einer Lebensdauer von 150.000 - 250.000 km angegeben. Mit Gelände? Weiss keiner. Jedenfalls hat das ja nur noch das Kegel- und das Tellerrad. Der Rest sind Kupplungen, die bei jedem Ausgleich schleifen (müssen). Je enger die Kurve, desto mehr. Jetzt stellt man sich das ganze auch noch im Gelände vor. Da ist es besser das Ding zu 100% zu sperren.

      Wird es übrigens zu warm, sperrt es von selbst zu 100%. Reicht das immer noch nicht, macht es auf. Dann ist der komplette Vortrieb an der Achse futsch.

      Gruß
      AWo
      [: ]o=o[ :] SOS - Save old Series [:o]===[o:]
      Fahrer von Arnes Fahrer Fahrer, bevor Arne Fahrer wurde.
      Ein kluger Mann sagte einmal: "Die Freiheit der Meinungsäußerung beinhaltet auch die freie Meinungsbildung. So lange ich mir noch keine Meinung gebildet habe oder bilden musste, unterliegt der andere einer gewissen Neutralität und geniesst somit auch einen gewissen Schutz, z. B. dass ich ihn einfach in Ruhe lasse, wenn er mir nicht passt."
    • Das Geländegangrad passt nicht zwanglos auf die Welle. Bis zu dieser Stellung lässt es sich fügen und frei drehen. Weiter bis zum Bund aufgeschoben, sitzt es fest auf der Welle. Die Passbohrung und die Planfläche sind außerhalb der Fertigungstoleranz. Das Rad kommt in die Tonne.

      [img]http://up.picr.de/31759327vs.jpg[/img]

      Ein anderes Rad sitzt auf der Welle, wie es sein soll! Die Welle ist demnach ok.

      [img]http://up.picr.de/31759328pf.jpg[/img]

      Frisch distanziert und mit neuen Gleitscheiben versehen, kuschelt die Diffwelle schon ein wenig mit den anderen vorbereiteten Innereien.

      [img]http://up.picr.de/31759326xb.jpg[/img]

      Das war ein wenig zu viel der Harmonie für diese drei Schrauben?

      [img]http://up.picr.de/31759329zf.jpg[/img]

      Meine Begeisterung hält sich jedenfalls in engen Grenzen. ;(
    • siggi109 schrieb:

      SCHRAUBENKILLER !!!! :D



      wo rohe säfte sinnlos walten,kann sich auch kein schwips entfalten............... [img]http://up.picr.de/31760605kf.png[/img] :crylaugh:
      Eingeklebte M10, in 8.8 reiße ich normalerweise nicht ab! Schließlich ließen sich die restlichen 3 problemlos losdrehen!
      Die Zähne konnten rückstandslos gezogen werden nachdem die Klebesicherung warm genug war.

      [img]http://up.picr.de/31766885qq.jpg[/img]

      Beim Rad der Geländeübersetzung wurde die Härte der Randschicht überprüft:

      Die unbeschädigte Rückseite hatte einen für die Anwendung üblichen Wert von 58HRC.

      [img]http://up.picr.de/31766887jf.jpg[/img]

      Die reibgeschweißte Seite war dagegen butterweich. Werte unter 20HRC sind irrelevant, weil zu ungenau. Kann natürlich auch sein, dass diese Fläche niemals hart war und nicht erst durch die nachträgliche Erwärmung oberhalb der GSK-Linie wieder in den Urzustand verfiel?

      [img]http://up.picr.de/31766888ac.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31766890mt.jpg[/img]

      Die Schaltnabe scheint davon nichts mitbekommen zu haben! Die Seite mit der Risikomaterialanhaftung ist immer noch knackehart!

      [img]http://up.picr.de/31766892ew.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31766894jy.jpg[/img]

      Wenn ich über eine Flachschleifmaschine mit magnetischer Auspannung verfügte, könnte das gute Stück gerettet werden. Denke ich.
      Kennt jemand jemanden, der das kann? :?:
    • Varesotto schrieb:

      Arlo schrieb:

      Vielleicht legt der Betreiber des Getriebes jedoch in Zukunft früher die Sperre ein?
      Als ebenfalls fast Ahnungsloser habe ich bereits gelesen, dass man ohne Sperre im "losen" Gelände eben diese Scheiben "aufreibt". Ich habe mir das zu Herzen genommen und lege die Sperre, sobald es lose wird, direkt ein. Das würde aber bedeuten, dass die Sperre auch grundsätzlich eingelegt wird, wenn eine geschlossene Schneedecke vorliegt. Sobald dann aber wieder Asphalt kommt...Sperre raus. Das kann dann bedeuten, dass ich alle paar KM stehen bleibe um die Sperre rein oder raus zu machen?? Das wäre arg nervig... :| ?(
      die sperre kannst du ohne probleme waehrnd der fahrt ein und aus schalten. dafuer brauchst du nicht anhalten.
      ...das letzte Hemd hat keine Taschen... :P
    • Hans filmrollen schrieb:

      Varesotto schrieb:

      Arlo schrieb:

      Vielleicht legt der Betreiber des Getriebes jedoch in Zukunft früher die Sperre ein?
      Als ebenfalls fast Ahnungsloser habe ich bereits gelesen, dass man ohne Sperre im "losen" Gelände eben diese Scheiben "aufreibt". Ich habe mir das zu Herzen genommen und lege die Sperre, sobald es lose wird, direkt ein. Das würde aber bedeuten, dass die Sperre auch grundsätzlich eingelegt wird, wenn eine geschlossene Schneedecke vorliegt. Sobald dann aber wieder Asphalt kommt...Sperre raus. Das kann dann bedeuten, dass ich alle paar KM stehen bleibe um die Sperre rein oder raus zu machen?? Das wäre arg nervig... :| ?(
      die sperre kannst du ohne probleme waehrnd der fahrt ein und aus schalten. dafuer brauchst du nicht anhalten.
      Diese Anwendung klappt während der Fahrt nur ohne Geräuschbildung, wenn keine Drehzahldifferenz zwischen Vorder- und Hinterachse ausgeglichen werden muss!
      Falls das Getriebe mit eingelegter Sperre verspannt wurde weil der Untergrund keinen Ausgleich an den Rädern zulassen konnte, müssen sogar ein paar Meter rückwärts zurückgelegt werden, damit der Schaltring tatsächlich wieder ausrückt!
    • Zurück zum Thema.

      Im Inneren des Mittendifferentials sind 4 Planetenräder und 2 Sonnenräder gelagert . Die Sonnenräder sorgen durch unterschiedlich dicke Gleitscheiben (frühere Ausführungen aus Bronze, neuere ausschließlich aus Kunststoff) darunter für die Ausrichtung der Planetenräder zueinander. Dadurch wird ein typisches Reibmoment innerhalb des Getriebes erzeugt.

      [img]http://up.picr.de/31786916gc.jpg[/img]

      Die ATB Ausführung kann natürlich auch Drehzahldifferenzen zwischen Vorder- und Hinterachse ausgleichen, jedoch erfolgt dieser erst bei höheren Drehmomentunterschieden! Das ATB ersetzt daher keine Sperre, entschuldigt jedoch, bedingt durch die nur begrenzt vorhandene innere Reibung, die Beratungsresistens des Anwendungspersonals oder entschuldigt ohne Probleme die feuchte Wiese auf der es wieder nicht wie gewünscht voran ging.
      Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass eine nicht zu 100% sperrende Sperre, nach einiger Zeit Verschleiß aufweisen könnte. :rolleyes:

      In jedem Fall ersetzt ein ATB zu 100% ein verschlissenes original Mittendifferential im LT230.
      Die Funktion der Sperre wird dadurch jedoch nicht ersetzt!

      Leider wird auch der Anblick dieser kostenintensiven Maßnahme, dem geneigten Betrachter verborgen bleiben. ;(

      [img]http://up.picr.de/31786917ft.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31786918wk.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/31786919nj.jpg[/img]
    • Ah, hast Du jetzt auch ein Torsen drin. Zum Glück lässt es sich auf der nassen Wiese ja immer noch zu 100% sperren. Was manchmal dennoch nichts nützt, wenn dann alle 4 Räder munter auf der Stelle drehen. Wir sind im Mammut Park auf der patschnassen Campwiese einmal nur mit viel Gefühl und häufigen Hin- und Her letztendlich im Rückwärtsgang runtergekommen.

      Gruß
      AWo
      [: ]o=o[ :] SOS - Save old Series [:o]===[o:]
      Fahrer von Arnes Fahrer Fahrer, bevor Arne Fahrer wurde.
      Ein kluger Mann sagte einmal: "Die Freiheit der Meinungsäußerung beinhaltet auch die freie Meinungsbildung. So lange ich mir noch keine Meinung gebildet habe oder bilden musste, unterliegt der andere einer gewissen Neutralität und geniesst somit auch einen gewissen Schutz, z. B. dass ich ihn einfach in Ruhe lasse, wenn er mir nicht passt."